Mit nematodenresistenten Zwischenfrüchten…
Im vergangenen Artikel zu Zwischenfrüchten haben wir Ihnen einen allgemeinen Überblick zu den pflanzenbaulichen Vorzügen von Zwischenfrüchten gegeben.
In diesem Part möchten wir Ihnen einen genaueren Blick auf die Nematodenreduzierung (Heterodera schachtii) durch Zwischenfrüchte geben:
Als Komponente eignet sich besonders ein nematodenresistenter Ölrettich oder Gelbsenf als Reinsaat. Dieser sollte mit 25 – 30 kg/ha ausgesät werden. In Mischung hat sich zum Ölrettich die Sommerwicke als Zweitkomponente etabliert. Hier genügt ein Samenanteil von 25 – 30 % der Sommerwicke, um den Ölrettich mit ausreichend Stickstoff zu versorgen und die phytosanitären Vorteile weiter zu gewährleisten.
Die Vermehrungsrate von Nematoden wird durch den sogenannten pf/pi-Faktor wiedergegeben. Dabei gibt der Pf-Wert den Besatz der Nematoden (Eier und Larven in 100g Boden) nach einer Kultur und der Pi-Wert den Ausgangsbesatz vor einer Kultur an.
In der Grafik ist gut zu sehen, dass je nach Zwischenfrucht unterschiedliche Reduzierungsraten erreichbar sind. Dieser Effekt wird neben einem warmen Herbst vor allem durch intensiven Wurzelkontakt ermöglicht. Somit ist eine intensive Bodenbearbeitung und hohe Aussaatstärke ratsam. Reduzierte Aussaatstärken minimieren die phytosanitären Vorteile der Nematodenreduktion.
Buchweizen und Phacelia sind, besonders in Kartoffelfruchtfolgen, nicht zu empfehlen.
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